Kontakt

pfeilUnternehmen 2.0: Die Zukunft der Arbeit

Vom 12.-13. April 2012 findet die Fachkonferenz "Die Zukunft der Arbeit" mit dem Thema "Unternehmen...

pfeilWebinar "Wiki für Unternehmen"

Mittwoch, den 7. Dezember 2011 um 10 Uhr lädt KontextWork in Kooperation mit dem...

pfeilWikis auf dem BME Symposium Einkauf und Logistik

Vom 9.-11. November 2011 präsentiert KontextWork auf dem BME Symposium in Berlin neue Entwicklungen...

...mehr
2007-10-01

Wikinomics - Unternehmen entdecken das Wiki-Prinzip

Mit dem Begriff "Wikinomics" umschreibt Don Tapscott eine neue Form des Wirtschaftens und krempelt dabei etablierte Vorgehensweisen und Ansichten in der Wirtschaftswelt gehörig um.

Zusammenarbeit auf Basis von Wissensteilung und Selbstorganisation

"Unternehmen müssen ihr Wissen teilen, um Erfolg zu haben", bringt es Don Tapscott auf den Punkt. Ihn beschäftigt schon seit längerem eine neue Form der Selbstorganisation, die er Wikinomics nennt. Seiner Meinung nach wird sie herkömmliche Unternehmensstrukturen als primäre Triebkraft der Wertschöpfung ablösen.

Genau genommen handelt es sich um eine neue Form der Zusammenarbeit, bei der sich eine große Zahl von Menschen jenseits traditioneller Grenzen von Organisationen und Hierarchien zusammenfinden, um etwas Neues zu schaffen: ein Nachschlagewerk, ein Betriebssystem oder einen neuen Investment-Fond.

Möglich machen dies zwei Dinge: das Internet, das als Infrastruktur für den Wissensaustausch dient, und das Wiki-Prinzip, welches als Grundkonzept die für Zusammenarbeit fungiert. Die Kosten für die Bündelung von Arbeit, Wissen und Kapital werden so auf ein Minimum reduziert.

Die vier Grundsäulen

Wie bei Wiki-Systemen werden die Nutzer aktiv in den Wissensaustausch einbezogen und am Erstellungprozess selbst beteiligt. Damit diese Art der Zusammenarbeit auch über Unternehmensgrenzen hinweg funktioniert, basiert Wikinomics auf vier Grundsäulen:

  • freiwillige Zusammenarbeit
  • Offenheit
  • eine Kultur des Teilens
  • globales Handeln

Insbesondere in der freiwilligen Zusammenarbeit sieht Tapscott Chancen für Wettbewerbsvorteile. Denn Ideenreichtum und Motivation werden durch diese Art der Zusammenarbeit gefördert und sind gerade in schnellen, wettbewerbsintensiven Märkten unverzichtbar. Das Wiki-Prinzip kann hier das Beste zweier Welten vereinen, nämlich die Synergievorteile großer Organisationen und die kreative Freiheit, Flexibilität und hohe Motivation der Mitarbeiter in kleinsten Unternehmen.

Bei den Prinzipien "Offenheit" und "Kultur des Teilens" geht es nicht - wie oft befürchtet - um die Abschaffung intellektuellen Eigentums. Vielmehr ist hiermit die Kunst gemeint, ein gemischtes Portfolio von geistigem Eigentum zu entwickeln und zu entscheiden, welche Teile davon offen zugänglich sind. Clevere Unternehmen des Wikinomic-Zeitalters teilen gezielt Informationen und Ressourcen, um profitabler und erfolgreicher als die Konkurrenz zu bleiben bzw. zu werden.

Unternehmen als Ökosystem

Wirklich globale Unternehmen besitzen nach Tepscott keine physischen oder regionalen Abgrenzungen mehr, sondern haben ein Ökosystem, in dem Produkte erdumspannend entworfen, zugeliefert, hergestellt und vertrieben werden.

Soziale Netze entwickeln sich mit anderen Worten zu neuen Formen der Produktion und des Vertriebs. Jedes Unternehmen sollte sich daher fragen: Wie können wir unsere Güter und Dienstleistungen gemeinsam mit den Kunden weiterentwickeln und so Kosten und Zeit sparen?

Don Tapscott überträgt mit Wikinomics erfolgreich das auf Geschäftsmodelle, was Wiki-Systeme unternehmensintern und zwischen Kooperationspartnern bereits leisten: Einfache und flexible Formen der Zusammenarbeit.

Weitere Infomationen