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Entwicklungsprozesse wissensorientiert gestalten

Ein Werkzeughersteller sichert sein Know-how

theysohn-logo


Die Theysohn Formenbau GmbH gehört in Europa zu den führenden Herstellern von Spritzgieß­werkzeugen. Diese Postition kann das Un­ternehmen er­folgreich durch stetige Inno­vation in der Kunststoffver­arbeitung si­chern. Als Automobilzu­lieferer werden zu­dem hohe An­ford­erungen an die Produkt­qualität und die Entwicklungsgeschwin­digkeit gestellt.


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"Wissen schafft Wettbewerbsvorteile"

Erfahrung und Innovation bilden das Rückgrat der Entwicklung. Der intensive Wissensaustausch spielte daher schon immer eine wichtige Rolle in unserem Unternehmen. Das neue System erlaubt es uns nun noch gezielter auf Erfahrung zurückzugreifen, indem es Wissen im Zusammenhang darstellt. Der pragmatische Ansatz von KontextWork half die Erfahrungen und Ideen der Mitarbeiter aufzugreifen und in dem System zu konkretisieren. Dabei entstand eine Lösung, die es uns ermöglicht das vorhandene Wissen effizienter zu nutzen und darüber hinaus die Zusammenarbeit unserer Fachabteilungen zu erleichtern.

Hans-Rudolf Kelpe, Geschäftsführer
Theysohn Formenbau GmbH

Wissensaustausch in der Abwicklung unterstützen

Die Entwicklung und Herstel­lung komple­xer Werkzeuge er­fordert das Zusammen­wirken einer Reihe von Spezialisten, wel­che sich unterein­ander ab­sprechen müssen. Dazu finden regelmäßig fach­übergreifenden Treffen statt, in denen Proble­me erörtert und Lö­sungen erarbei­tet werden.

Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse sind für die zukünftige Entwicklung und Fertigung besonders wertvoll. Auf der Su­che nach einer Lösung dieses Potential zu erschließen, wurde KontextWork mit der Konzeption und Umsetzung eines Wissensmanagementsystems zur Unter­stützung der Entwicklung und Fertigung betraut.

Prozessanalyse als Basis des Wissensmanagementsystems

Grundlage war eine gezielte Prozess­analyse, um vorhandene Potentiale zu identifizieren. Hierbei wurde besonderes Augenmerk auf die verwendeten Informa­tionsquellen und -wege gelegt, die in­nerhalb der Prozesse für den Wissensaus­tausch relevant sind.

Anschließend wurde die wichtigsten Wissensobjekte einschließlich ihrer rele­vanten Merkmale identifiziert. Das Ergeb­nis war eine detaillierte Strukturierung der Objekte sowie ihrer Abhängigkeiten und Querbezüge untereinander.


entwicklungsprozess
Der Entwicklungsprozess wurde um Kommunikationselemente erweitert.

Feedbackschleifen und Lernpro­zesse anregen

In fachübergreifenden Workshops wurde die Kommunikation zwischen allen beteligten Personengruppen optimiert. Ziel dieses Vorgangs war es, den Entwick­lungsprozess wissensorientiert zu gestal­ten, um relevantes Wissen innerhalb der Auftragsabwick­lung auszutauschen.

Auf diese Weise wurder der Wissensaus­tausch über die ge­samte Prozesskette hinweg gefördert. Die durchgängige Do­kumentation innerhalb der IT-Plattform soll zudem das Wissen aus den Abläufen für die spätere Verwendung sicherstellen.

Darüber hinaus wurde bei der Gestaltung der Prozesse auf das Feedback der Mit­arbeiter und die nachhaltige Dokumenta­tion des Wissen geachtet.

Aufträge als Wissensquelle nutzen

Theysohn nutzt schon seit länge­rem aktiv das Know-how Potential, wel­ches in ehe­mals entwickelten Kon­struktionen steckt. Dieses um­fassende Wissen läßt sich seit Einführung des Systems noch besser erschlie­ßen, da große Teile der Auftrags­abwicklung in der IT-Plattform doku­mentiert werden. So sind Doku­mentation zu Werkzeugen wie etwa Spezifi­kationen, Fo­tos, Entwick­lungshistorien oder Muste­rungsprotokolle schneller zugreif­bar. Aber auch Zustän­digkeiten und etwaige Wissensträger lassen sich über das Sys­tem identifi­zieren.


entwicklungsstruktur Die Wissensstruktur zeigt Zusammenhänge zwischen Wissensobjekten auf.

Erfahrungen gezielt in Stan­dards verankern

Weiterhin fügt sich das System nahtlos in das be­stehende Qualitätsmanage­ment ein, in­dem beispiels­weise Erfahrungen und In­novationen ge­zielt in technische Stan­dards einfließen. Dazu wurde in einem Workshop Richtlinen zur Doku­mentation von Konstruktions- und Ferti­gungsstandards entwickelt. Zusätzlich verweisen Standards auf soge­nannte Referenz-Konstruktionen, was einen direkten Zugriff auf Erfahrungs­wissen erlaubt.

Mitarbeiter für die Ressource Wissen sensiblisieren

Da beim Wissensmanagement immer der Mensch im Mittelpunkt steht, wurde dar­auf geachtet die Mitarbeiter für die Ressource Wissen zu sensiblisieren. Den Schwerpunkt der Schulungen bildeten die Nutzung der Wissensquellen für die eigene Arbeit und in welcher Art und Weise die Mitarbeiter ihr eigenes Wissen einbringen. Ferner wurden die Mitarbeiter im Umgang mit dem neuen System ge­schult.

Inzwischen hat sich gezeigt, dass das Wissens­managementsystem einen wichtigen Beitrag zum Erfahrungsaus­tausch leistet, indem es die effiziente Nutzung des vorhandenen Wissens si­chert. Darüber hinaus konnte die interne Zusammenarbeit nachhaltig verbessert werden, was sich auch in insgesamt effizi­enteren Prozessabläufen bemerkbar macht.